"Soja" wird in der Tierernährung
meistens als Kurzform für Sojaextraktionsschrot oder
Sojaproteinkonzentrat verwendet. Beide Einzelfuttermittel werden aus
der Sojabohne gewonnen, aus der das Sojaöl herausgelöst wird. Zurück
bleiben diese im Vergleich zu Getreide sehr proteinreichen
Einzelfuttermittel.
Aus 4 Gründen wird "Soja" nicht gern im Hundefutter gesehen:
1.
Die Sojapflanze ist eine Leguminose (wie Erbsen und Bohnen) und enthält
schwer verdauliche Kohlenhydrate, die im Dickdarm zu Gasbildung führen
und Flatulenz verursachen("jedes Böhnchen macht ein Tönchen"). Auch
sind die Kothaufen oft breiiger und größer. Der Anteil an Soja im
Hundefutter wird deshalb begrenzt.
2. Soja-Protein besitzt ein
gewisses allergisches Potential. Manche Hunde weisen eine
Unverträglichkeit gegenüber Soja auf und bekommen schlimmen Durchfall.
3.
Soja-Protein ist für den Hund nicht so hochwertig wie tierisches
Protein. Es schmeckt dem Hund auch weniger gut. In der Rezeptur muss ja
ein bestimmter Proteingehalt eingestellt werden. Durch den Einsatz von
Soja werden tierische Komponenten verdrängt und die Rohstoffkosten
sinken meistens, da Soja in der Regel weniger kostet als höherwertige
Fleischkomponenten.
4. Soja wird zum größten Teil aus Amerika
importiert. Dort werden überwiegend gentechnisch veränderte
Sojapflanzen angebaut, die als Futterkomponente von den meisten
deutschen Hundehaltern abgelehnt werden. Es ist schwierig und
kostspielig, Soja zu bekommen, das garantiert nicht von gentechnisch
veränderten Pflanzen stammt.
Aus rein
ernährungsphysiologischer Sicht ist Soja kein schlechter
Proteinlieferant. Jedoch sollte der Anteil im Hundefutter 10% nicht
überschreiten. Voraussetzung ist, dass der Hund Soja problemlos
verträgt.
Bei der Produktion von Josera Hundefutter und Katzenfutter wird aber aus oben genannten Gründen komplett auf Soja verzichtet.